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05.11.2025  12:00  |  Teilen
Die Stunde der Wahrheit: Der Westen angesichts
des russischen militärischen Fortschrittes

Seit zwei Jahren leben wir [EU-Europäer] im Westen in dem Mythos, dass wir Russland in die Knie zwingen und die Ukraine in die Europäische Union und das Atlantische Bündnis bringen werden. Wir werden Wladimir Putin verurteilen und Russland zur Kasse bitten. Heute kollidiert dieser Mythos mit der Realität: Moskau verfügt über verheerende Waffen, die im Westen ihresgleichen suchen. Sie machen jede Hoffnung auf einen Sieg unserer Koalitionen unmöglich. Wir werden unseren Fehler eingestehen müssen.   [Quelle: voltairenet.org]  JWD
 

Von Thierry Meyssan  |  Quelle: Voltaire Netzwerk  | Paris (Frankreich)  | 04. November 2025
 

 
Screenshot  |  Quelle: voltairenet.org

 

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er russische Präsident Wladimir Putin und sein Stabschef Waleri Gerassimow haben am 26. Oktober bekannt gegeben, dass es ihnen gelungen ist, die Miniaturisierung des Kernkraftwerks und dessen Installation in einer Rakete abzuschließen. Sie sagten, sie hätten die Marschflug-Rakete Burevestnik vom Typ 9M730 in einem Flug über 14000 Kilometern getestet. Die Besonderheit dieser nuklear angetriebenen Waffe besteht darin, dass sie als Marschflug-Rakete so gelenkt werden kann, dass sie feindliche Abfangstationen umgeht und durch den Kernantrieb eine praktisch unbegrenzte Reichweite besitzt. Das macht sie nach Angaben der russischen Behörden zu einer unaufhaltsamen Rakete.

Am 29. Oktober hat Präsident Putin einen Poseidon-Torpedo des Typs Status-6 getestet, d.h. ein Torpedo, der ebenfalls mit Atomkraft betrieben ist. Während der ganzen Zeit der Sowjetunion glaubten die eurasischen Militärforscher, dass atomare Explosionen unter Wasser gigantische Tsunamis auslösen könnten. Dazu mussten die Forscher in der Lage sein, Torpedos viel weiter zu leiten, als es damals möglich war, um selbst den Kataklysmen zu entkommen, die sie anrichten wollten. Das ist aber jetzt möglich. Mega-Tsunamis könnten Städte wie New York verwüsten oder Marinegruppen wie die der US-Flugzeugträger zerstören. Tatsache ist, dass der Poseidon-Torpedo viel länger ist als die Üblichen: 21 Meter. Er kann daher nicht von den derzeit im Dienst befindlichen U-Booten abgefeuert werden und braucht für den Abschuss sein eigenes Schiff. Die Tatsache, dass er sich unter Wasser fast unbegrenzt weit bewegen kann, macht dieses Handicap weitgehend wett. Wie dem auch sei, dieser Torpedo sorgt nun dafür, dass Russland im Falle eines US-Angriffs, einen Zweitschlag wird durchführen können. Bisher war jener, der das nukleare Feuer als erster einsetzte, überzeugt, die wichtigsten Vergeltungsmittel seines Feindes vernichtet zu haben.

Keine einzige Waffe ist endgültig. Jede befindet sich in einem Kontinuum technischer Fortschritte und wird von einem bestimmten übertroffen, und trifft schließlich auf einen Schild oder eine effektive Gegenmethode. Aber im Moment scheint es weder für diese Waffe noch für die russischen Überschallraketen eine Abwehr zu geben.

In etwa zwanzig Jahren hat Russland eine Vielzahl neuer Waffen entwickelt, die alle westlichen Technologien übertreffen.

Ich habe in meinem Buch "Vor unseren Augen" berichtet, dass Russland sich 2012 bereit erklärte, Syrien zu Hilfe zu kommen, sich aber erst Ende 2015 dorthin begab. Fast drei Jahre lang hatte Russland darauf bestanden, neue Waffen zu entwickeln, und kam dann in die Levante, um sie dort zu testen. Ich konnte feststellen, dass Russland über erstaunliche Fähigkeiten verfügte, die die amerikanischen Waffen des Kalten Krieges übertrafen. Natürlich waren diese Waffen, da es sich nur um Prototypen handelte, noch selten, aber jedermann verstand bereits, dass die westliche militärische Vorherrschaft nur mehr eine Illusion war.

Zum Beispiel konnte Russland dort die NATO-Befehlskette für deren eigenen Waffen unterbrechen. Es handelte sich nicht um eine Form von Störung, sondern die Waffen reagierten nicht mehr auf die Befehle. Da einige Beobachter es nicht glaubten, hat Russland dieses System auf ganz Syrien ausgeweitet. Und da es in einem kreisförmigen Gebiet wirksam war, dehnte Russland dieses Störsystem teilweise zwei Tage lang auf den Libanon, den Irak und die Türkei aus. Kein ziviles Flugzeug konnte mehr fliegen. Später installierten die Russen diese Waffe in Kaliningrad und am Schwarzen Meer.

Der Westen testete auch viele neue Waffen, wie die taktische Atombombe, die später den Hafen von Beirut verwüstete.

Im Jahr 2018, also nach dem Ende des Syrienkrieges, stellte Präsident Wladimir Putin dem Parlament sein Rüstungsprogramm vor [1]. Es umfasst sechs Superwaffen: die Sarmat-Rakete (die die Atmosphäre verlässt, die Erde umkreist und jederzeit wieder in die Atmosphäre eintaucht), der Kinschal (Dolch), der nuklear angetriebene Marschflugkörper Burevestnik vom Typ 9M730 und den Status-6 Poseidon Torpedo, die Avantguard-Rakete, die die Fähigkeiten von Sarmat und Kinschal mit zusätzlicher Manövrierfähigkeit kombiniert, und schließlich der Raketenabwehr-Laser. Allein letzterer ist noch nicht vollkommen beendet.

Was in den 2010er Jahren noch Prototypen waren, wurde in Betrieb genommen und während des Krieges in der Ukraine in Serie produziert.

Die Reaktion des Westens war fast unhörbar. Nur der US-Präsident Donald Trump hat gesprochen. Er bedauerte, dass sein russischer Amtskollege es für richtig gehalten habe, seine Heldentaten zu enthüllen, weil er damit eine Wiederbelebung des Wettrüstens förderte. Darüber hinaus kündigte er an, dass die Vereinigten Staaten ihre Atomtests wieder aufnehmen würden. Donald Trump hätte es kaum anders machen können: Wenn er bedauert, dass Russland das Wettrüsten wieder aufnimmt, ist das eine Art, zu erklären, dass die militärische Forschung des Pentagons im Rückstand ist, und zu versichern, dass Washington friedlich ist. Trumps Ankündigung, die Atomtests wieder aufzunehmen, ist eine Verschiebung des Themas, denn keine der neuen russischen Waffen stellt eine Verbesserung der Nuklearbombentechnik dar, sondern betrifft nur die Transportmittel dieser Waffen. Die Erklärung, dass er dies tun werde, um die Parität mit Russland und China aufrechtzuerhalten, ist eine reine Lüge: Russland hat seit 1990 und China seit 1996 keine Atomtests mehr durchgeführt. Darüber hinaus wird es mindestens zwei Jahre dauern, bis die Anlagen aus der Zeit des Kalten Krieges wieder aufgebaut oder saniert sind und somit mit diesen Tests begonnen werden kann. Bis dahin sind die Vereinigten Staaten also nur ein "Papiertiger".

Wir nähern uns nun dem Ende der Feindseligkeiten in der Ukraine. Die russische Armee steht kurz vor einem entscheidenden Sieg im Donbass. Sie nahm nicht nur Pokrowsk ein, sondern hat auch dem „weißen Führer“ Andrij Bilezki, dessen 10000 Mann umzingelt wurden, die dritte Niederlage zugefügt. Während der Schlacht um Mariupol hatte er das Kommando des Asow-Regiments, der Speerspitze der "integralen Nationalisten". Er war auch Kommandant in der Schlacht von Bachmut an der Spitze der 3. Sturmbrigade. Und er war es auch, der mit dem 3. Armeekorps die Kämpfe im Donbass führte. Es ist unwahrscheinlich, dass die Ukrainer ihm nach dieser Abfolge von Schlächtereien und Niederlagen weiter folgen werden.

Das erste Ziel der Spezialoperation bleibt jedoch, den Neonazis der Ukraine ein Ende zu bereiten. Russland teilte den Vereinigten Staaten am 20. Oktober auch mit, dass es weder bei territorialen Zugeständnissen, noch bei der Reduzierung der Zahl der ukrainischen Streitkräfte oder auch bei der Garantie, dass die Ukraine niemals der NATO beitreten werde, beabsichtige nachzugeben.

Ob es dem Westen gefällt oder nicht, er hat keine Wahl mehr. Er hat absolut nicht die Mittel, um aus eigener Kraft weiterhin Waffen für den ukrainischen Krieg gegen Russland zu liefern. Der Plan der EU, die in Belgien eingefrorenen russischen Vermögenswerte „zu gegebener Zeit“ zu beschlagnahmen und bereits heute auszugeben, könnte das Ende der EU bedeuten. Auf jeden Fall werden sich weder Belgien, noch die Slowakei, noch Ungarn an diesem Diebstahl beteiligen, welchen selbst die Gegner des Privateigentums, die Sowjets, niemals begangen haben.

Der süße Traum der EU von Größe wird mit der Realität kollidieren: Sie kann diesen Krieg nur fortsetzen, wenn sie die Ideale verrät, die sie zu verteidigen vorgibt. Darüber hinaus ist sie bereits in ein Delirium versunken, indem sie vorgibt, zu ignorieren, dass es sich bei der russischen Spezialoperation nicht um einen Invasionskrieg der Ukraine handelt, sondern um die Anwendung der Resolution 2202 des Sicherheitsrats. Sie hat sich eingeredet, dass sie Russland für die Verbrechen zahlen lassen würde, die der Westen in der Ukraine begangen oder provoziert hat, und dass sie Wladimir Putin vor Gericht stellen und verurteilen lassen würde. Auf die gleiche Weise hatte sie sich in den 2010er Jahren selbst eingeredet, dass sie Syrien zur Kapitulation zwingen würde, Präsident Bashar al-Assad und die gesamte Baath-Partei verurteilen würde [2].

All das geht nun dem Ende zu, wenn die EU nicht direkt in den Krieg gegen die Slawen verwickelt wird, den Großbritannien und Deutschland schon 1933 wollten: den Zweiten Weltkrieg. Und die EU-Armeen, deren Arsenale leer sind, haben keine Hoffnung, länger als zwei Tage zu widerstehen. Es geht nicht darum, sich vor einem neuen Herrn, Russland, zu verbeugen, sondern einfach darum, seine Fehler einzugestehen, bevor es zu spät ist.

Thierry Meyssan

Autor: Thierry Meyssan  |  Übersetzung: Horst Frohlich | Korrekturlesen : Werner Leuthäusser


 
 

[1Das neue russische nukleare Arsenal stellt wieder die Bipolarität der Welt her“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich , Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 6. März 2018.

[2Das fünfzigseitige Dokument, das vom Team des Deutschen Volker Perthes im Auftrag des Straussianers Jeffrey Feltman (Nummer 2 der UNO) verfasst wurde, wird demnächst auf dieser Seite veröffentlicht.


Dieser Beitrag ist unter Lizenz der Creative Commons (CC BY-NC-ND)
 

Thierry Meyssan: Politischer Berater, Gründer und Präsident vom Voltaire Netzwerk - Réseau Voltaire. Letztes französisches Werk: Sous nos yeux - Du 11-Septembre à Donald Trump.


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