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22.10.2026 00:00 | Teilen Wie man die Generation Z manipuliert Während ein Dutzend Staaten bereits – teilweise erfolgreich – mit Demonstrationen der Generation Z konfrontiert waren, bieten die jüngsten Proteste in Frankreich eine Gelegenheit, die Bevölkerung zu manipulieren. Die am 17. Oktober verübten, offenbar geplanten Zerstörungen scheinen eine Art Ausnahmezustand vorzubereiten, der es ermöglichen würde, die Präsidentschaftswahlen auszusetzen, wie dies in der Ukraine seit zwei Jahren der Fall ist. - In diesem Artikel werde ich ein Dutzend Demonstrationen der „Generation Z“, also.... [Quelle: voltairenet.org] JWD ....der 14- bis 29-Jährigen, untersuchen, unabhängig davon, ob sie organisiert oder unorganisiert waren. Auch wenn viele Protestbewegungen, an denen sie teilgenommen hat, in anderen Staaten stattfanden, hat die Generation Z stets Korruption, Vetternwirtschaft und Machtmissbrauch vor allen anderen Ungerechtigkeiten angeprangert.
Von
Thierry Meyssan | Quelle: Voltaire Netzwerk | Paris
(Frankreich) | 20. Oktober 2026
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Ein erstes Merkmal dieser Bewegungen ist, dass sie alle nach Korruptions- oder Repressionsskandalen ausgebrochen sind. Die Demonstranten haben sich nicht auf eine bestimmte politische Ideologie berufen, sondern vor allem ihre Forderung nach Gerechtigkeit zum Ausdruck gebracht. • Mongolei: Am 11. Januar 2025 demonstrieren junge Menschen in Ulan Bator gegen den Lebensstil der Familie von Premierminister Luvsannamsrai Oyun-Erdene. Die Bewegung prangert bald darauf die Korruption in der gesamten politischen Klasse an und fordert den Rücktritt von 33 Abgeordneten. Letztendlich tritt der Premierminister am 3. Juni zurück. • Indonesien: Im Februar 2025 kam es auf Java zu Protesten gegen die Korruption. Diese wurden von einer Studentenvereinigung angeheizt, als die Regierung die Universitäten in Bergbauprojekte einbezog – im Gegenzug für kostenlose Mahlzeiten für alle Studierenden. Die Proteste schwelten daraufhin fast überall im Land, während die Regierung dem Militär erhebliche Vergünstigungen gewährte und die „Umsiedlung“ der Bewohner von Gaza unterstützte, indem sie deren mögliche Umsiedlung in den „größten muslimischen Staat der Welt“ ankündigte. Im August kam es auf den Appell der Lkw-Fahrer hin erneut zu Demonstrationen gegen erhebliche Steuererhöhungen. Zu diesem Zeitpunkt tauchte die Piratenflagge der Strohhut-Bande aus dem Manga „One Piece“ auf. Sie war das Symbol des Kampfes gegen die Korruption. Das Schwenken dieser Flagge wurde als Hochverrat strafrechtlich verfolgt. Schließlich erkannte Präsident Prabowo Subianto an, dass die Jugend das Recht habe zu demonstrieren, und hob die Sanktionen gegen die Piratenflagge auf. • Togo: Am 26. Juni 2025 kam es zu Demonstrationen, nachdem der Rapper Aamron von der Polizei festgenommen und gefoltert worden war. Die Proteste nahmen sofort eine politische Wendung, da seine lang andauernde Folter von den Polizisten gefilmt worden war und Präsident Faure Gnassingbé gerade dabei war, durch eine Verfassungsreform das politische System zu verändern. Die Bewegung hielt bis Dezember an. Angesichts der äußerst gewaltsamen, oft tödlichen Repressionen verlor sie an Schwung. • Nepal: Vom 8. bis 14. September 2025 demonstrieren junge Menschen in Kathmandu gegen die Kinder und Angehörigen von Politikern, die in den sozialen Netzwerken mit ihrem luxuriösen Lebensstil prahlen. Die Regierung reagiert darauf mit einer Sperrung der sozialen Netzwerke, doch diese Maßnahme hat den gegenteiligen Effekt. Letztendlich muss Premierminister Khadga Prasad Sharma Oli zurücktreten. • Osttimor: Vom 15. bis 17. September demonstrierte eine Studentenvereinigung in Dili gegen die den Abgeordneten gewährten wirtschaftlichen Vergünstigungen. Letztendlich mussten diese auf die von ihnen bestellten Luxusautos verzichten. • Philippinen: Am 21. September 2025 demonstrierten 100.000 junge Menschen in Manila gegen die Korruption der herrschenden Clans, der Marcos und der Duterte. 70 % der für den Hochwasserschutz bestimmten Mittel sollen verschwunden sein. • Madagaskar: Im September 2025 brechen in Madagaskar Demonstrationen gegen die ungleiche Verteilung des Wirtschaftswachstums aus, nachdem Präsident Andry Rajoelina in einer unglücklichen Rede wirtschaftliche Fortschritte gelobt hatte, die die Bevölkerung nicht wahrnimmt. Die sich ausweitenden Demonstrationen führen zu einem Militärputsch und zur Flucht von Präsident Andry Rajoelina. • Marokko: Am 27. September 2025 demonstrieren 200.000 junge Menschen in den großen marokkanischen Städten unter chaotischen Umständen gegen Korruption und Vetternwirtschaft. Die Proteste beginnen zu einem Zeitpunkt, an dem der Staat erhebliche Summen in die Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft steckt, während die Krankenhäuser verfallen. Die Bewegung wird durch das harte Vorgehen der Behörden zum Erliegen gebracht. • Paraguay: Am 28. September 2025 begannen Demonstrationen junger Menschen, um gegen Korruption und einen Versuch zu protestieren, die Verfassung so zu ändern, dass der ehemalige Präsident, der Mafioso Horacio Cartes, wieder an die Macht kommen könnte. Die indigenen Völker schlossen sich der Generation Z an, als sie erfuhren, dass das Büro des Instituto Paraguayo del Indígena (INDI) in einen Militärstützpunkt verlegt werden sollte. Die Bewegung endete am 3. Oktober, nachdem Präsident Santiago Peña diese Entscheidung rückgängig gemacht hatte. • Mexiko: Am 15. November 2025 demonstrierten nach der Ermordung eines Bürgermeisters durch ein Kartell Zehntausende junger Menschen für ihre Sicherheit und gegen Korruption. Die Demonstrationen endeten Mitte Dezember, ohne dass eine Lösung gefunden wurde. • Bulgarien: Am 26. November 2025 kam es zu Demonstrationen junger Menschen gegen den Haushaltsentwurf, der die Finanzierung der Renten und der Sozialversicherung von den Unternehmen auf die Steuerzahler verlagern sollte, sowie gegen die Korruption. Sie endeten erst einen Monat später, nach dem Rücktritt der Regierung Zheliazkov und der Rücknahme der Reform. • Japan: Am 3. Mai 2025 demonstrierten 50.000 junge Menschen gegen die Remilitarisierung ihres Landes und setzten dabei Leuchtstäbe ein, wie man sie von K-Pop-Konzerten und beim Versuch der Verhängung des Kriegsrechts in Südkorea kennt. Die Demonstrationen breiteten sich bald im ganzen Land aus und endeten schließlich aus Erschöpfung. • Indien: 15. Mai 2026: Der Präsident des Obersten Gerichtshofs vergleicht arbeitslose Jugendliche mit Kakerlaken. Daraufhin gründet ein junger Kommunikationsstudent die „Partei des Kakerlakenvolkes“. Er organisiert Demonstrationen, bis der Bildungsminister zurücktritt. Die Bewegung gewinnt im Oktober mit dem Protest gegen die Reform der Wählerverzeichnisse, deren Verfahren die ärmsten Inder ausschließt, neuen Schwung. Sie dauert bis heute an, trotz der Inhaftierung ihres Anführers [1]. Die Demonstration am 17. Oktober in Frankreich
Ab dem 18. September 2026 demonstrieren Gymnasiasten zunächst in Créteil,
dann in der gesamten Île-de-France und schließlich im ganzen Land gegen
ihre Bildungsbedingungen. Bald schließen sich ihnen die Studenten an.
Und wenig später auch die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes. Es gab kein bestimmtes Ereignis, das die Proteste der Schüler
ausgelöst hat. Es handelt sich um eine allgemeine Unzufriedenheit
angesichts des Gefühls der Vernachlässigung einer Generation, der man
erklärt, dass sie sich mit schlecht isolierten Räumlichkeiten begnügen
muss, in denen man je nach Jahreszeit unter Hitze und Kälte leidet; und
dass sie nicht darauf hoffen darf, Lehrer zu haben, wenn ihre eigenen
krank sind; dass sie ohnehin nie einen Arbeitsplatz finden wird und
durch künstliche Intelligenz ersetzt wird; dass sie aber trotzdem die
Schulden und die Zinsen für die Schulden bezahlen muss, die ihre Eltern
angehäuft haben. Thierry Meyssan
Autor: Thierry Meyssan | Übersetzung: Werner
Leuthäusser
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BY-NC-ND)
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