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Von Alfredo Jalife-Rahme | Quelle: Voltaire Netzwerk | Paris (Frankreich) | 10. Januar 2026
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
Wichtig sind jedoch die harten Daten: Der US-Aktienmarkt ist mit einem bemerkenswerten Anstieg der Ölaktien in die Höhe geschossen, insbesondere bei Chevron, das in Venezuela wie im gesamten Karibikraum nie aufgehört hat, mit einem Anstieg von 6,3 %, parallel zu den erheblichen Gewinnen der beiden anderen Ölgesellschaften Conocophillips und ExxonMobil [2], zusätzlich zu den drei US-amerikanischen Öldienstleistern: Halliburton – das den Golf von Mexiko mit der nachlassenden Komplizenschaft des staatenlosen [Mexikaners] Felipe Calderón ernsthaft verschmutzte – SLB Ltd und Baker Hughes. Heute entschieden gegen Umweltschutz und gegen Woke eingestellt, hat Trump sein Ölimperium in der gesamten amerikanischen Hemisphäre aufgebaut und beherrscht über 40 % der weltweiten Ölproduktion, was ihm einen mächtigen globalen Einfluss verschaffen wird [3], wie es Kirill Dmitriev, Präsident Putins Verhandlungsführer und Direktor des russischen Staatsfonds erkannt hat [4]. Aber es geht nicht nur um Öl: Weitere "Energiekriege" werden unter dem Deckmantel von Wahlen geführt. So kontrolliert Trump bereits wahltechnisch das "Lithiumdreieck" in Südamerika: Argentinien, Chile und Bolivien. Man denke an Ivanka Trumps Besuch im Norden Argentiniens und ihre 400 Millionen Dollar Finanzierung für die "Lithium-Route" [5]. Venezuela wird sich daher wieder mit seiner Vergangenheit als "Rockefeller-Ranch" verbinden, dem Hauptaktionär von ExxonMobil. Da soll man an das Nachschlagewerk Private Empire: ExxonMobil and American Power denken [6]. Argentinisches Lithium wurde kürzlich von Milei an seinen Parteikollegen Netanjahu abgetreten [7]. Gerüchten zufolge habe die CIA Maduros Regierung infiltriert und so seine Entführung ermöglicht. Aber meine Quellen in Venezuela weisen darauf hin, dass der Mossad die enthauptete Regierung viel tiefer infiltriert hätte als die CIA selbst, da im Land ein geheimer Krieg zwischen Iran, Maduros Verbündetem, und Israel, das an dessen Entführung beteiligt ist, Teil dieses rücksichtslosen neuen Dschungels ist. Die derzeitige Interimspräsidentin, Delcy Rodríguez, ehemalige Ministerin für Öl, Bergbau und Seltene Erden, sagte, dass die Delta Force-Operation, unterstützt von inländischer Komplizenschaft, eine "zionistische Note (oh je!)" habe, wie sowohl die Times of Israel [8] als auch die Palestine Chronicle es zugeben [9]. Die Existenz einer Venezuela-Iran-Achse, die während der dreizehn Jahre langen Maduros Herrschaft gefestigt wurde, war kein Geheimnis; dies wurde in der Nacht des 3. Januar mit dem US-Bombenangriff auf die Insel Margarita ans Licht gebracht, wo viele Libanesen lebten, die fälschlicherweise beschuldigt wurden zur inzwischen dezimierten Hisbollah zu gehören, und zusammen mit Iranern einiger der schlimmsten Verbrechen der Welt beschuldigt – vor dem Hintergrund von Vorwürfen, die gelinde gesagt obskur sind. Laut dem israelischen Kanal 14 wird Netanjahu in diesem heiklen Kontext bald Milei besuchen, ein Mitglied seiner Partei, der übrigens lautstark den Sturz Maduros gefeiert hat [10]. Im vergangenen Jahr startete Milei die Initiative "Isaac Accords" mit Netanjahus Unterstützung, inspiriert von den ins Stocken geratenen "Abraham-Abkommen" für den Nahen Osten [11]. Yousef Ibrahim, Mitglied des American Anti-Zionist Political Action Committee (AZAPAC), präsentiert eine Karte eines "südamerikanischen Israels" – die Venezuela ohne Maduro noch nicht einschließt, noch andere zentral- und nordamerikanische Länder (insbesondere Honduras, seit der ganz jüngsten Präsidentschaftswahl) [12]. Ist die Übernahme der Kontrolle Venezuelas gleichbedeutend mit dem "Fall der Berliner Mauer für Lateinamerika"? Viele Analysten verweisen auf Netanyahus Besuch bei Trump in Miami nur fünf Tage vor Maduros Entführung, während andere auf den Besuch einer chinesischen Delegation acht Stunden vor der Entführung verweisen. Alfredo Jalife-Rahme
Autor: Alfredo Jalife-Rahme |
Übersetzung: Horst Frohlich Dieser Beitrag ist unter Lizenz der Creative Commons (CC BY-NC-ND)
10.01.2026 [Quelle: AUF1)
Was sind die wahren Hintergründe der US-Militär-Operation in Venezuela? Was
sind die dramatischen Folgen? „Nach dieser Sondersendung, kann man Ihnen nichts
mehr vormachen. Und das ist wichtig, denn die Entführung Maduros war nur der
Auftakt“, sagt AUF1-Chefredakteur Stefan Magnet, eine Woche nach der Entführung
des Präsidenten von Venezuela. Mit in der Sendung geballtes Fachwissen: Kayvan
Soufi-Siavash, Ernst Wolff, Oliver Janich, Heiko Schöning und Billy Six, der
selbst monatelang in Venezuela inhaftiert war. [---] Passend zum Thema:
11.01.2026 00:00 |
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